Regen pladdert gegen die Fensterscheiben und seine Tropfen rutschen langsam das Glas hinunter. Der Blick aus dem Fenster ist von Bindfäden durchzogen, die zielstrebig vom Himmel auf den Asphalt fallen. Tja, der Herbst scheint endgültig in Hamburg angekommen zu sein. Das Schmuddelwetter macht auch vor der Wohnungstür nicht halt.

Luft zieht durch Tür- und Fensterritzen. Den Gang durch den Flur begleitet ein heulender Wind, der sich in deiner Bude verirrt hat. Es wird einfach nicht gemütlich in deinen Zimmern. Was kann gegen Luftzug getan werden?

Um der unliebsamen Zugluft ein Ende zu setzen, muss erstmal ihre Ursache erkannt werden. Aus welchen unscheinbaren Öffnungen sie in die Wohnung gelangt, kannst du ganz einfach feststellen, indem du eine hohe Kerze anzündest: eine Tafelkerze zum Beispiel. Gehe mit ihr langsam durch die Zimmer deiner Wohnung und beobachte die Flamme. Wo sie flackert und sich biegt, da ist Zugluft im Spiel. Halte sie nah an Fenster- und Türrahmen. Auch Steckdosen und Lichtschalter können tatsächlich ein Grund für Zugluft sein. Hier solltest du allerdings vorsichtig sein! Bitte fummele nicht selbst an Dosen oder Telefonbuchsen herum. Entdeckst du den Grund für die Zugluft in solch einer Elektroinstallation, lasse einen Elektriker spezielle Dichtungseinsätze anbringen.

Zugluftstopper für den Hausflur

Im einfachsten Fall gelangt die Ungemütlichkeit durch einen zu großen Spalt in der Wohnungstür. Öffne sie und schaue dir einmal deinen Türrahmen an: Hat er einen Dichtungsstreifen rundherum? Wenn nicht, liegt hier wohl das Übel. Mit einer Schaumstoff-Türbodendichtung oder einem selbstklebenden Türschlauch aus Gummi lässt sich die Ursache ganz leicht beheben. Die Dichtung findest du in jedem Baumarkt. Sie muss auf die richtige Länge des Türrahmens zugeschnitten werden und kann dann unter die Tür beziehungsweise in den Rahmen gesetzt werden.

Der klassische Zugluftstopper

Sollte sich das Problem dadurch nur in geringem Maße verbessert haben, gibt es die gemüüüütliche, dekorative Variante des Zugluftstoppens: Der Plüschdackel vor dem Türspalt. Oder der ein Meter lange Igel oder der extrem schlanke Elefant. Oder eben einfach eine lange, dicke Stoffrolle. Meistens haben die Zugluftstopper niedliche (oder kitschige) Motive und Gestalten – die Bewertung sei jedem selbst überlassen. Eine kurze Suchmaschinenrecherche kann dir helfen, deinen passenden Zugluftstopper zu finden. Oder vielleicht willst du ihn da selbst nähen?

Undichte Fenster langfristig reparieren

Ist das Fenster der Grund aller Ungemütlichkeit stellt sich oft heraus, dass die Gummidichtung porös und ausgetrocknet ist. Für eine schnelle Hilfe sorgt eine Schaumstoffdichtung. Diese kann überklebt werden und hält erstmal die kalte Luft fern. Längerfristig wäre es allerdings sinnvoll, den Fensterrahmen mit Silikonspritz oder Acryl neu zu isolieren. Im Baumarkt gibt es preisgünstige Varianten, die dann zu Hause auf der Fensterfalz angesetzt werden. Die Spritze ziehst du dann rund um den Fensterrahmen.