Laut NABU und dem Umweltbundesamt wäre es für die Natur und uns Menschen doch das Beste, blieben unsere Abfalleimer leer. Leicht gesagt, aber wie soll das in der Umsetzung aussehen? Kaum vorstellbar in Zeiten von plastikverpacktem Biogemüse und einzeln proportionieren Käsescheiben. Eine Grundrecherche zum Lifestyle: Kampfansage dem Müll!

„Das, was im Kücheneimer, dem gelben Sack und dem Altpapier landet, muss vermieden werden.“ So könnte sich Zero Waste zusammenfassen lassen. Das Konzept zielt auf komplette Müllvermeidung ab: Kein Plastik, keine Verpackungen, kein unnötiger Zeitschriftenkauf, kein überstürztes Shoppen. Zero Waste bedeutet mehr als der wöchentliche Gang zum Gemüsemarkt, nämlich ein wohlüberlegtes Einkaufen und Reflektion, was Zuhause wirklich für den Konsumbedarf gebraucht wird. Wir putzen und wischen in unserer Wohnung Staub – der kleine Müll soll weg. Warum sich nicht auch endlich von dem großen Mist befreien? Und den am besten gar nicht erst mit ins Haus schleppen. Jeder von uns hat doch mit Sicherheit schonmal einen Artikel zu dem Thema und seiner Umsetzung durchgelesen. Tipps, Tricks, Ratgeber, neue Ideen. Da sieht‘s immer easy aus. Aber geht das denn wirklich?

Ein Liter Müll pro Jahr

Ein eindeutiges Ja ist die Antwort. Beispiele Gefällig? Beá Johnson lebt seit elf Jahren mit Mann und zwei Kindern beinahe komplett müllfrei. Sie gilt mittlerweile als Pionierin dieser Umweltbewegung. Der Abfall ihrer ganzen Familie füllt jährlich lediglich ein Glas von einem Liter Füllmenge. Ihre Strategie lautet wie folgt: Vermeiden, reduzieren, wiederverwerten, recyceln und kompostieren. Genau in dieser Reihenfolge. https://zerowastehome.com

Nächstes Beispiel? Shia hat sich vor zwei Jahren vom Müll verabschiedet. Ihr alljährlicher Abfall passt in ein 750 Milliliter Glas. https://wastelandrebel.com/de/

Ein nächstes großartiges Beispiel ist Lauren Singer, die sich totale Müllvermeidung seit 2012 auf die Fahne geschrieben hat. Für die bedeutet Zero Waste: Nichts zu kaufen oder konsumieren, was weggeworfen werden muss. Unterwegs nichts in den Mülleimer werfen zu müssen. Und nichts ihr Eigen nennen, was einer Mülldeponie oder dem Transport dorthin bedarf. http://trashisfortossers.com

Und auch Verena geht seit sieben Jahren der Idee nach: „Dabei finde ich Verzicht im Negativen doof und unnütz, denn wenn wir nicht mit Spaß und Begeisterung dabei sind, wenn es darum geht, eingefahrene Gewohnheiten und Verhaltensmuster aufzubrechen und sich neu zu definieren; das Ganze als Herausforderung sehen, dann wird es uns nie gelingen, dauerhaft am Start zu bleiben.” http://simplyzero.de