Kleine, schwarze, unscheinbare Punkte auf der Tapete. Schimmelpilze vermehren sich schnell, besonders in kalten Jahreszeiten. Sie sind eine unschöne, gesundheitsschädliche Angelegenheit für dich und deine Wohnung. Was kannst du gegen sie tun?

In erster Linie solltest du auf die Luftfeuchtigkeit in deinen Zimmern achten. Bei einem Gehalt von 50 bis 55 Prozent bildet sich kein Schimmel in der Wohnung. Steigt sie allerdings darüber hinaus, kann sich der ungebetene Gast schnell an deinen Wänden einnisten. Besonders im Herbst und Winter, wenn die Wände besonders kühl sind und sie mit hoher Luftfeuchtigkeit durch Duschen und Kochen in Berührung kommen, bilden sich schnell Schimmelpilze.  Ein sogenanntes Hygrometer kann fix Abhilfe schaffen. Es misst die Feuchtigkeit im Raum und du merkst schnell, wann du besser für Durchzug sorgen solltest.

Morgens, mittags und abends

Zu diesen Tageszeiten wäre es super, wenn du stoßlüften könntest. Das bedeutet: Die Fenster deiner Wohnung zur Schimmelvorbeugung für zehn Minuten aufreißen. So wird die schlechte Luft rausgewirbelt und frischer Sauerstoff gelangt in die Zimmer. Zusätzlich ist es wichtig, richtig zu heizen. Am besten sind alle Heizkörper in der Wohnung an. Natürlich müssen sie nicht auf volle Pulle gestellt sein. Die Räume, die häufig genutzt werden, wie Küche und Wohnzimmer, gilt es muckelig warm zu halten. In Bad und Schlafzimmer sollte der Heizkörper lauwarm sein und lediglich dafür sorgen, dass das Zimmer nicht auskühlt. Die Wände dürfen sich nicht eiskalt anfühlen. Wenn du zu Bett gehst, sollte sowieso eine Raumtemperatur zwischen 15 und 18 Grad herrschen. Sie gilt als die Angenehmste, sagen Experten.

Auch Lüften bei nassem Wetter?

Unbedingt! Auch, wenn es draußen regnet und windig ist, brauchst du frische Luft in deiner Wohnung. Das Stoßlüften hat neben dem Luftaustausch auch noch eine andere Funktion: Es befördert viel Wasser, beziehungsweise Luftfeuchtigkeit, aus dem Haus. Allein der Mensch gibt täglich circa eineinhalb Liter Feuchtigkeit in seine Umwelt, beispielsweise beim Atmen oder Schwitzen.

Schimmel selbst entfernen

Bei kleinerem Schimmelbefall kannst du selbst zur Schrubberbürste greifen und dem Pilz den Garaus machen. Aber bitte mit Handschuhen. Und achte auf deine Gesundheit! Trage ein Tuch vor dem Mund oder am besten eine Atemschutzmaske. Klingt albern, ist aber wirklich wichtig. Denn das Einatmen von Schimmelsporen und seinem Staub kann schneller chronischen Husten und Asthma hervorrufen, als gedacht. Auch Entzündungen sind möglich. Wenn du den Schimmel selbst in deiner Wohnung entfernen möchtest, nimm eine feuchte Bürste oder leicht nasses Tuch und reibe damit ohne viel Druck über die Flecken. Wenn das alles nichts hilft, greife zu 70-prozentigem Alkohol und befeuchte die schwarzen Punkte damit. Das Tuch solltest du nach Abrieb entsorgen. Bitte säubere die Stellen nie mit chlorhaltigen Chemikalien oder Essig. Erstere sind schädlich für den Menschen und Zweiteres fördert sogar das Sporenwachstum, weil Essig ein organischer Stoff ist. Falls das alles gar nichts bringt, sprich schnellstmöglich mit deiner Vermietung über den Pilzbefall und lasse den Schimmel professionell entfernen.