Du hast es beinahe geschafft. Für den anstehenden Umzug ist alles gekündigt, alles umgemeldet. Der Transport ist vorbereitet, das Umzugsunternehmen gebrieft. Nur noch die Sachen packen. Dabei schnell Ungeliebtes und Unbrauchbares aussortieren. Müsste doch schnell gehen.

Tja, das sagen sie alle. Dabei ist nicht nur das Packen der Umzugskartons nicht zu unterschätzen, auch das vorherige Aussortieren will doch irgendwie gelernt sein. Ein kräftiges Ausmisten ist übrigens dringend zu empfehlen, schließlich willst du doch nicht mit dem Hab und Gut umziehen, was du gar nicht mehr brauchst, oder? Wie geht eigentlich richtig effektives Entrümpeln? Und wohin kann ich den Krimskrams bringen? Antworten zu allen Umzugsfragen folgen jetzt.

Zeit für das Aufräumen nehmen

Wenn du zwischen zwei Terminen oder abends nach einem Arbeitstag damit anfängst, deine Wohnung von Gegenständen zu befreien, nimmt das höchstwahrscheinlich kein gutes Ende. Es geht dir nicht schnell genug, du wirst frustriert, bist unkonzentriert und dann fällt jede Entscheidung dreimal so schwer.

Tipp: Mindestens einen Tag in der Woche festlegen, wo gar nichts im Terminkalender steht und den für deine kleine Entrümpelung reservieren. Dann kannst du dich innerlich auf das Aussortieren vorbereiten und so viele Stunden in Regalen, Kisten und Körben rumwühlen, wie es dir beliebt. Und dich dabei auf deinen anstehenden Umzug freuen. Pausen nicht vergessen! Tiefes Durchatmen und ein Glas deines Lieblingsgetränkes zwischendurch sind wichtig für einen kühlen Kopf.

Beim Ausmisten keine Musik hören

Musik gilt eigentlich als Motivationsbooster schlechthin. Andererseits ist unser Gehirn nicht vollends auf das fokussiert, was unsere Hände dann gerade tun, da wir im Hintergrund Lady Gaga, Kurt Cobain oder – Gott bewahre – Helene Fischer lauschen. Zudem bringt Musik bestimmte Gefühle hervor und versetzt uns in gewisse Stimmungen. Das manipuliert beim Ausmisten und ist daher nicht von Vorteil.

Tipp: Miste bei Ruhe und ohne laute, musikalische Nebenkulisse aus. So konzentrierst du dich komplett auf das Treffen von Entscheidungen.

Alleine ist besser

Ähnlich wie mit der Musik verhält es sich auch mit zusätzlich helfenden Händen beim Entrümpeln. Freunde sind super – keine Frage – aber bei dieser Aktion kannst du immer noch am besten entscheiden, was weggeschmissen werden soll und ob du Tante Karins kaputte Schreibtischlampe wirklich behalten möchtest.

Tipp: Wenn du die Dinge alleine anpackst, lenkt dich niemand ab und setzt dir womöglich falsche Gedankengänge in den Kopf, deren Befolgung du später bereuen könntest.

Nach Rubrik aussortieren

Wenn du vor dem Umzug entrümpelst, miste nicht kreuz und quer aus.

Tipp: Mache dir vorher einen Plan und nehme dir entweder einen Raum vor (wirklich nur einen) oder wirf die ungeliebten Dinge nach Kategorie weg. Zum Beispiel alle alten CDs, die alte Bücher, Klamotten oder nicht mehr benötigte Küchenutensilien. Gehe Zimmer für Zimmer vor und schreibe auf, was du aussortieren und nicht mit in die neue Wohnung tragen möchtest. Dann anpacken und ab dafür!

Die richtige Entscheidung

Puh! Gar nicht so leicht. Brauche ich die Zeitschrift noch? Aber die Fotostrecken sind so schön. Und das war mal meine Lieblingsjeans. Und, oh Gott, dieser Kerzenhalter ist zwar hässlich, aber den hat mir Oma zur Konfirmation geschenkt. Jeder wird in der Not erfinderisch und spricht die ultimativen Totschlagargumente aus, warum er diese und jene Sache doch noch unbedingt behalten muss. Schluss damit!

Grundsätzlich aussortiert und fachgerecht entsorgt gehören:

  1. Kaputte und unbrauchbare Gegenstände. Dazu zählt auch Kleidung, die zu klein geworden ist oder Löcher bekommen hat.
  2. Dinge, die du plötzlich in den Händen hältst und nicht wusstest, dass du sie besitzt. Wenn du keine Emotionen für das verschollene und nun wiedergefundene Mobilee aus Kindergartentagen hegst, lieber weg damit. Das gilt auch für den zweiten Küchenmixer oder die Handseifensammlung aus den Hotels von der letzten Ägyptenreise. Wenn sie für dich keinen dekorativen Zweck erfüllt, ab in den Mülleimer.
  3. Gegenstände, die du eigentlich echt doof findest und nur behalten hast, weil sie ein Geschenk waren.

Möglichst schnell entsorgen

Letzter Rat: Die ausgemisteten Sachen möglichst schnell wegwerfen. Natürlich richtig sortiert und in die richtige Mülltonne. Wenn du die Dinge zu lange im Blick hast, könnte sich dein Gehirn doch noch umentscheiden. Und das wäre kontraproduktiv. Falls noch gut Erhaltenes unter deinem Aussortierten weilt, verkaufe es auf Plattformen für Gebrauchtwaren oder spende es an Hilfsorganisationen. Warte auch noch eine Weile auf den nächsten Flohmarkt, wenn du Lust hast, die Dinge dort loszuwerden, aber bitte keine Wochen. Schließlich soll das Zeug eben nicht mit umziehen. So kannst du nun befreit, mit weniger Umzugskartons und mehr Platz in der neuen Bude dein zukünftiges Reich betreten!